Gute Nachrichten und das Leid der Anderen









Gibt es gute Nachrichten? Eine durchaus berechtigte Frage, wie ich finde. Ob in Zeitungen, im Fernseher oder im Internet, ein jeder ergötzt sich an schlechten Nachrichten, welche farbenfroh und detailreich zu jeder Tageszeit abrufbar sind. Hauptsache man selbst bleibt vom Unglück verschont. In jeder Informationssendung muss das Unglück erkennbar sein, da eine Quote sonst unerfüllt bleiben könnte. Mord, Gewalt und Kapitalverbrechen, wo man hinblickt. War das “früher” auch so oder wurde aus Rücksicht auf die Konsumenten der Fakt auf das Wesentliche reduziert? Soweit ist es gekommen – am Leid Anderer labt man sich. Wie oft passieren Unfälle auf Autobahnen und es staut sich dann auch der Verkehr in der Gegenrichtung. Ja, das ist das wahre Leben. “Papa, da hängt einer aus dem Auto raus.” Nur so wurden TV-Formate wie “Bigbrother”, “PopStars” und Co zum Quotenführer. Das eigene Leben ist langweilig. Konflikte und Emotionen der gefilmten Probanden sind wichtiger und vor allem interessanter.
Ich bin für eine Selbstzensur der Medien und denke, dass damit viel bewirkt werden kann. Nachahmung, Vorbildfunktion und viele andere Faktoren werden durch eine selbstauferlegte Zensur hin zum Positiven beeinflußt. Natürlich sollte ein Jeder wissen dürfen, was zum Beispiel im Irak passiert. “Wieder tötliche Anschlagsserie in Bagdad”. Ausführlich dann aber erst zu einer Uhrzeit, zu der es recht unwahrscheinlich ist, dass Kinder damit in Kontakt geraten könnten. Titelseiten von Zeitungen, die in Läden oder anderen Verkaufsorten für jedes Kind augenscheinlich ersichtlich sind, dürfen keine brutalen, gewaltverherlichenden Szenen wiederspiegeln.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Es ist doch schon schlimm genug, wie normal bzw. alltäglich eine “Anschlagsmeldung” von uns Erwachsenen aufgenommen wird. Keiner setzt sich noch mit diesem Thema vertieft auseinander. Eine Verrohung bzw. Abstumpung unserer Kinder – Ist es das, was wir wollen? Kinder sollten von Informationsmedien jeglicher Art unbehelligt bleiben und zwar o lange bis sie Ihrem Alter entsprechend, lernen, sich damit auseinander zusetzen. Schützt die Kleinen vor all dem Übel in der Welt da draußen!
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