Was sind schon 10 Jahre?

Das ist doch gerade erst jetzt gewesen. Wo ist die Zeit nur hin? Wenn ich die Fotos der letzten 10 Jahre durchwühle (bildlich gesprochen – digital wird weniger gewühlt – mehr geklickt), dann ist es immer rasch da – das Gefühl … der Gedanke … oder besser noch, die Erkenntnis. Genau, die Erkenntnis. Das sind alles Aufnahmen, die so nicht wiederkommen werden. Der Tag Deiner Geburt. Die ersten holprigen Schritte. Dein erster Roller, Dein erstes und zweites Fahrrad. Ich weiß, das Dritte muss her. Einschulung Türmchenschule, Abschlusszeugnis Türmchenschule, Einschulung Orientierungsstufe Heinrich-Schütz-Schule …

Könnte ich das doch alles besser festhalten. Etwas mehr genießen.

Eben noch unbeholfen in meinen Armen, bist Du jetzt alleine mit Bus und Bahn ins Zentrum gefahren. Triffst Dich dort mit Freunden zum Shoppen oder fährst zu Deinen geliebten Ponys und Pferden, um sie zu putzen und mit ihnen auszureiten. Das macht mir Angst. Ungerechtfertigter Weise – ich weiß. Das kannst Du doch alles. Das weiß ich auch. Bist ja schon groß. 10 Jahre verfliegen wie nichts. Was werden die nächsten Jahre für Dich vorhalten? Was für uns? Und was für mich?

Die erste Liebelei? Lass Dir gesagt sein, die Halterung für das Schrotgewehr ist schon gekauft und muss nur noch über der Eingangstür angeschraubt werden. Der schulische und berufliche Werdegang? Glaub mir mein Schatz – Reithofbesitzerin ist kein richtiger Beruf. Die erste richtige Liebe mit Schmerzen und Sehnsüchten? Mama und Papa haben immer ein offenes Ohr für Dich. Die eigene Familie? Gott oh Gott … lass Dir ganz viel Zeit damit mein Schatz.

Heute feiern wir Deinen 10. Geburtstag. Das erste Mal zweistellig. Das ist doch was. Für Dich und auch für mich. Ich liebe Dich meine kleine Emma.

Dein Papa – „Für Emma und ewig“

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