Maik

Alltag, Lärm, Termine, Hektik – das ist für viele von uns eine leidige Routine. Irgendwann kommt man dann an den Punkt an, an dem man sich die Frage stellt, wer man überhaupt ist und welchen Sinn das Leben für einen hat.

Fast ein jeder von uns kennt diese Momente.

Und dann sucht man nach Ruhe, um sich wieder selbst zu finden. Meistens stellt man dann irgendwann fest, dass die Probleme, die einen quälen, in Wirklichkeit keine sind und man froh sein kann gesund zu sein und vor allem lebendig. Denn eigentlich ist das Leben schön – glaube ich zumindest.

Aber was ist mit den Menschen unter uns, die diese Stille meiden. Die Ruhe gar hassen? Die sich mit sich selbst nicht auseinandersetzen können, weil sie es nie gelernt haben. Die nicht wissen, was den Sinn des Lebens ausmacht? Oder es vielleicht nicht wissen wollen. Die alle ihre Probleme alleine schultern und sie nicht teilen. Diese Last mit sich rumschleppen bis sie ihnen zu schwer wird. Ich glaube Maik war solch ein Mensch. Maik war ein Mensch, der sich nur mit anderen zusammen richtig lebendig fühlte. Für das Alleine sein war er nicht geschaffen. War dafür nicht stark genug.

Das habe ich nun verstanden. Es bleibt nur die Erinnerung an den Maik, wie ich Ihn gerne gesehen habe. Immer unterwegs, immer 100 Prozent geben. Mit dem Snowboard die Piste runter donnern -„na klar man“. Auf dem Wakeboard die Welle reiten – „auf jeden“. Mit dem Motorrad die Geschwindigkeit und die Straße spüren – „jetzt aber mal echt eh“. Hin und wieder mit den Jungs die Moves von damals checken und dabei feststellen, dass man es noch immer drauf hat – „Vater Junge“. Der Angebeteten ein echt geiles Video drehen — „me, myself and i“.

Das war der Maik, an den ich mich erinnern möchte. Auf den Maik hatte ich Bock.

Seinen „größten“ Wunsch hat er sich nun erfüllt. Und wir müssen akzeptieren und verstehen, was nicht zu verstehen ist. Denn das Leben ist eigentlich schön.

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