Asoziales Netzwerk

Eine Busfahrt die ist lustig. Eine Busfahrt die ist schön … schöne Scheiße!

Um 2 Uhr Nachts wurde ich von monotonem Getrommel des Regens wach. Das muss auch der Moment gewesen sein, an dem mir klar wurde, dass es heute nicht mit dem Motorrad zur Arbeit geht. Und da die Holde das Auto verplant hatte, blieb mir nur die Fahrt durch die Öffentlichkeit mit dem Nahverkehr übrig. Ich gebe zu, dass kann ungemein interessant sein am Puls der Gesellschaft die zahlreichen Abgründe, die frühpubertären Hormonausstöße und die fortwährende Resignation serviert zu bekommen. Quasi „unscripted Reality“. Man braucht jedoch einen starken Magen bzw. sollte man etwaige Sinnesorgane kontrollieren, besser noch auf Wunsch abschalten können. Letzteres hätte ich heute gerne gekonnt.

Skurril, wenn schräg gegenüber ein Herr im Nadelstreifenanzug und mit Aktenkoffer auf dem Schoß bereits die zweite Dose Starkbier ansetzt und in einem Zug (in einem Bus) leert. Und das direkt unter dem „Essen und Trinken verboten“ Schild. Schönes Motiv. Das zu knipsen habe ich mich aber nicht getraut. Der Herr war mir dann doch zu sehr geladen – emotional und Biertechnisch.

Da waren dann noch die fünf Halbstarken, die über irgendeine Yvonne fachsimpelten. Alice Schwarzer hätte hier Stoff für einen ganzen Band sammeln können. Wenn man davon ausgeht, dass sich Vokabular und Auftreten zu großen Teilen in dem Elterlichen Einfluss begründen lassen, dann waren diese Fünf allesamt Waisen. Eine Mischung aus Mitleid und Wut beschlich mich. „Haltet Eure verdammten Schnauzen Ihr Frauen verachtende Brut“ dachte ich. Denn so gehört sich das. Denken kann man viel. Es der Welt auf nüchternen Magen zu kredenzen, dass sollte man besser lassen – wenn man denn weiß, was Anstand ist.

Geplättet und irgendwie auch satt vom „asozialen“ Netzwerk „Busline 27„ habe ich mich dann ausgeklinkt und meine Kopfhörer eingeklinkt. Den Rest der Fahrt gab es dann nur noch BoNKERS für mich. Und das mit Recht.

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Zum Blog mit Inhalt!?

 
 
 
 
 
 
 

Meinen bisweilen von und durch YouTuBe getragenen Blog wird es in dieser Form nicht mehr geben. Die Zeiten, in denen es cool war einen Blog sein Eigen zu nennen, abgesehen von Sinn oder Unsinn des Selbigen, sind jetzt vorbei. Vidoestreams áde und mit mehr Inhalten geht es jetzt volle Kraft vorraus. Ich denke, also bin ich und deshalb werde ich von nun an mehr labern als nur bewegte Bilder sprechen zu lassen. Ein Vorsatz, der nicht im Suff entstanden und auch keine Frage des bzw. meinen Alters ist. Leider stehe ich Vorsätzen (zum Beispiel die an Neujahr) recht kritisch gegenüber.

Kurzum, ab und zu wird sich auch einmal ein Filmchen einschleichen. Aber dies wird sich in deutlich erkennbaren Grenzen halten. Was will einer wie ich damit erreichen? Ganz einfach. Zum Einem einfach Luftablassen und zum Anderen mit Anderen über Gott und die Welt diskutieren. Und da ich nicht stehts und ständig mit Videocam im Anschlag durch die Gegend düse, werden Worte meine Mittel zum Zwecke sein.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

Das Maddin